Die Technik:
Dreidimensionale Papierassemblagen von Alexandra Zeillinger
„Schichten der Identität, Schichten des Materials.“

Das Markenzeichen der  Künstlerin Alexandra Zeillinger ist eine von ihr persönlich entwickelte
und über Jahre hinweg optimierte dreidimensionale Assemblage-Technik.
Ihre Arbeiten lösen die Grenze zwischen feiner Handzeichnung, plastischem Handwerk
 und skulpturalem Objekt auf.


Der Entstehungsprozess:  vom Entwurf zur plastischen Tiefe.
Hinter jedem Werk steht ein komplexer, rein analoger Arbeitsprozess, der die persönliche Handschrift der Künstlerin trägt.

Die zeichnerische Präzision: jedes Element beginnt als detaillierte Handzeichnung.
Mit feiner Hand und hoher Präzision entstehen Zeichnungen, die anschließend sorgsam manuell ausgeschnitten werden. Nur wenige, ausgewählte Arbeiten verbleiben bewusst im Zweidimensionalen als reine Zeichnung.

Die skulpturale Schichtung: Abseits klassischer, flacher Papierkunst arbeitet Alexandra Zeillinger
mit Schichtungen und Assemblagen von bis zu 10 mm Stärke.
Durch diesen bewussten Aufbau massiver, plastischer Elemente entsteht eine faszinierende Tiefenwirkung, die ein lebendiges Spiel aus Licht und Schatten erzeugt.

Der charakteristische dunkle Raum: ein wesentliches Gestaltungsmerkmal ist der generell
dunkel gehaltene Hintergrund. Dieser tiefe, meist schwarze Raum bildet den atmosphärischen Rahmen für die hellen, detailreichen Papierteile.
Der stark ausgeprägte Hell-Dunkel-Kontrastverleiht den Motiven eine fast
archäologische Präsenz und zieht den Betrachter tief in das Geschehen hinein.

Der Rahmen als konzeptioneller Raum die Präsentation ist im Werk von Alexandra Zeillinger
niemals nur Nebensache, sondern wird als integraler Bestandteil des Kunstwerks begriffen:

Die Serie „Zwischenräume“ in Schattenboxen:

Bei dieser speziellen Serie präsentiert die Künstlerin ihre Assemblagen in verglasten Schattenboxen mit Holztüren. Um die enorme plastische Tiefe und die Dreidimensionalität ihrer Papierobjekte perfekt zu inszenieren, setzt sie bei Bedarf zusätzliche, selbst angepasste Distanzhölzer ein.

Ganz im Sinne der Serie wird der Titel des Werks auf Papier gebracht, dessen Ränder künstlerisch angebrannt und anschließend außen auf dem Holz der Schattenboxtüre angebracht werden.

Die Transformation antiker Rahmen: als kontrastierendes Element zu den modernen Schattenboxen spürt die Künstlerin antike Rahmen auf. Rahmen, die deutliche Spuren der Zeit und der Abnutzung aufweisen, werden von ihr bewusst ausgewählt und künstlerisch mit Acryl bearbeitet.
So entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen der historischen Patina des Rahmens und der filigranen Modernität der darin liegenden Assemblage.

Manche Arbeiten werden jedoch auch in Objektrahmen oder
auf Leinwand in Schattenfugenrahmen präsentiert.


Inhalt und Ästhetik im Dialog
Während dreidimensionale Papierkunst im zeitgenössischen Design oft dekorativ bleibt,
nutzt Alexandra Zeillinger ihre eigens entwickelte Technik als konzeptionelles Werkzeug.
Die Fragilität des Papiers und die physische Tiefe der Schichten spiegeln die existenziellen Themen wider, die sie bewegen: die Verletzlichkeit unserer Umwelt, die vielschichtigen Ebenen menschlicher Identität, gesellschaftspolitische Fragestellungen und Spuren struktureller Gewalt...

Eine Kunst, die Tiefe nicht nur thematisiert, sondern physisch erlebbar macht.






20240125_185638
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20240125_185852
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20240126_102936
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20240127_172003
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20240130_180352
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20240130_180400
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20240131_191718
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20240204_142020
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